Der Griff nach einer Nuss –und was wir daraus für die Beziehung zu unseren Kunden lernen

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Der Erfolg der Behandlung

Wenn ein Klient einen Arzt, Therapeuten oder Kinesiologen aufsucht, begegnen sich zwei Personen, deren Einstellungen und Erwartungen zu intuitiven Spiegelungsabläufen (siehe Intuition – Spiegelneurone als wissenschaflicher Hintergrund) führen.

Diese können den Erfolg der Behandlung stark beeinflussen.

Die unausgesprochenen Botschaften und Erwartungen kommen in unwillkürlichem Verhalten zum Ausdruck. Es kann weder durch besondere Höflichkeit noch durch größtes Bemühen verborgen werden. Dies wusste übrigens schon Freud – jetzt ist es wissenschaftlich bewiesen.

Es geschieht wie bei dem Griff des Affen nach der Nuss: die Neurone feuern, ob der Affe nun selber nach der Nuss greift oder diesen Prozess nur beobachtet.

Die Neurone feuern, ob der Klient nun selbst an Heilung glaubt oder dies nur unbewusst wahr nimmt.

Information aus Resonanz:

Im Laufe einer Behandlung oder Sitzung löst der Klient im Arzt, Therapeuten oder Kinesiologen Resonanzen aus. Diese äußern sich beim Therapeuten als spontan auftretende Gedanken oder Empfindungen und haben einen hohen Informationswert. Sie können eine entscheidende Hilfe sein.

Spiegelung als Wegweiser

Trotzdem sollten wir uns als Arzt, Therapeut oder Kinesiologe davor hüten, ausschließlich auf Grund dieser Gedanken eine definitive Entscheidung zu treffen. Betrachten wir sie vielmehr als Wegweiser. Vielleicht verkürzen sie den Weg zur Entscheidungsfindung oder Heilung – und wenn nicht, gehen wir einfach unseren bewährten, erlernten Weg.

Aus der Praxis:

Immer wieder berichten Kinesiologen in der Ausbildung, dass sie bestimmte Empfindungen spüren, wenn sie eine Anwendung geben. Dies kann auf Grund des oben Gesagten nur bestätigt werden.

Spiegelung oder nicht?

Wie können wir nun unterscheiden, ob es eine eigene Empfindung oder die Spiegelung des Klienten ist? Tatsache ist, dass wir es können. Wie wir es machen, ist noch nicht vollständig geklärt.

Erste Ergebnisse belegen jedoch, dass die Vorstellungen vom eigenen Selbst in der linken Gehirnhälfte abgespeichert werden, jene von anderen Menschen in der rechten. So erkennt das Gehirn, ob wir selbst handeln oder nicht.

Mein Tipp:

Sei aufmerksam und versichere Dich immer wieder bei Deinem Gegenüber. Formuliere dabei vorsichtig, lass alles offen und lass alle Antworten einfach zu.

Lesen Sie mehr zu Spiegelneuronen:

Bauer, Joachim: Warum ich fühle, was du fühlst. Intuitive Kommunikation und das Geheimnis der Spiegelneurone. Heyne, 2006

kurz zusammegefasst aus:
Bauer, Joachim: Warum ich fühle, was du fühlst. Intuitive Kommunikation und das Geheimnis der Spiegelneurone. Heyne, 2006